Frühlingsauftakt im Kunstreff freiRAUM Fußgönheim 

Wie aus PET-Flaschen 21 einzigartige Blumen entstanden

Der Frühling wurde am 21.03.2026 eingeläutet und für mich bedeutete das auch, dass freiRAUM wieder nach der langen Winterpause startete. Ich bin schon lange mit dabei und immer ist jeder Termin anders. Diesmal haben wir uns erneut im Schloss Fußgönheim in den Räumen des HKK, dem Heimat- und Kulturkreis, getroffen. Neun Frauen hatten zwei Stunden Zeit, um sich einem gemeinsamen Thema zu widmen, den blauen Blumen. Begleitet wurde der Vormittag von Iris von Baumbach.

freiRAUM Kunsttreff Kreativität ohne Druck

Der freiRAUM ist für mich ein besonderer Ort. Ein Raum, in dem es nicht um Leistung geht und auch nicht um „schön“ oder „perfekt“. Vielmehr steht das gemeinsame Gestalten im Vordergrund, das Ausprobieren und das einfache Tun. Nachhaltigkeit spielt dabei ebenso eine Rolle wie das Gefühl, hier einfach sein zu dürfen.

Upcycling-Idee Blumen aus PET-Flaschen gestalten

Dieses Mal arbeiteten wir mit einem sehr einfachen Material, blauen PET-Flaschen und Draht. Anfangs war das ehrlich gesagt ungewohnt. Plastik, Schere und Kerze wirkten zunächst alles andere als ein klassischer Einstieg. Doch dann geschah etwas Spannendes. Aus einer Flasche konnten wir zwei Blumen gestalten und obwohl alle mit dem gleichen Ausgangsmaterial starteten, sah am Ende jede Blume völlig anders aus. Das hat mich wirklich überrascht.

So entstehen die Upcycling-Blumen

Der Ablauf war einfach und gleichzeitig irgendwie entschleunigend. Zuerst kürzten wir die Flaschen, dann schnitten wir die Blütenblätter ein. Anschließend zogen wir den Draht auf und formten die Blüten vorsichtig über einer Kerze. Zum Schluss konnte jede nach Belieben noch verzieren. Schritt für Schritt entstand so aus etwas Alltäglichem etwas Eigenes.

Gemeinschaft statt Einzelstück 

Was den freiRAUM für mich wirklich ausmacht, ist nicht nur das kreative Arbeiten an sich, sondern vor allem das gemeinsame Gestalten. Jede arbeitet für sich und gleichzeitig entsteht etwas Verbindendes. Es gibt kein Vergleichen, kein Bewerten, eher ein stilles Mitgehen. Man sieht, was bei den anderen entsteht, lässt sich inspirieren, nimmt vielleicht einen Impuls auf oder bleibt einfach bei seinem eigenen Werk. Gerade bei den blauen Blumen wurde das für mich besonders deutlich. Gleiches Material, gleiche Idee und doch völlig unterschiedliche Ergebnisse.

Und dann kam dieser Moment am Ende, als wir alle Blumen gemeinsam in eine Vase gestellt haben. Plötzlich war es nicht mehr „meine“ oder „deine“ Blume, sondern unser gemeinsames Werk.

freiRAUM 2026 geht weiter

Das war der erste Termin in diesem Jahr. Drei weitere Treffen folgen noch und am 4. und 11. Oktober 2026 werden wieder alle Werke aus diesem Jahr ausgestellt. Ich bin gespannt, was in diesem Jahr noch entstehen wird.

Um die entspannte und offene Atmosphäre zu bewahren, nehmen wir neue Teilnehmende auf, wenn sie jemanden aus der Runde kennen. So bleibt der Treff ein sicherer und vertrauter Ort für kreatives Ausprobieren.

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