„HauptSache Hoffnung“ – Kunst in der Kopfklinik Heidelberg

Vom 2. Mai bis 27. Juni 2026 zeigt die Künstlergruppe SALT 26 die Ausstellung „HauptSache Hoffnung“ in der Kopfklinik Heidelberg (INF 400). Zu sehen sind Arbeiten aus Malerei, Collage und Fotografie.

Hauptsache Hoffnung, Ausstellung SALT26 in Kopfklinik Heidelberg

Die Idee zur Ausstellung entstand aus einer persönlichen Verbindung zur Kopfklinik Heidelberg. Mehrere beteiligte Künstler sind mit diesem Ort durch eigene Erfahrungen als Patienten oder Angehörige verbunden.

Auch ich, Simone Fomuki, bin seit vielen Jahren mit der Kopfklinik verbunden. Ich arbeite im Klinikum Heidelberg, habe dort meine Ausbildung gemacht. Seit über 27 Jahren begleitet mich dieser Ort beruflich und persönlich. Drei meiner eigenen Werke sind ebenfalls Teil der Ausstellung.

Dadurch entstand keine Ausstellung „von außen“, sondern ein Projekt, das eng mit persönlichen Lebensgeschichten und Erfahrungen verknüpft ist.

Hauptsache Hoffnung, Ausstellung SALT26 in Kopfklinik Heidelberg

Die Künstlergruppe SALT 26 entwickelte sich aus der Regionalgruppe Heidelberg von OM Arts Deutschland und verbindet Kunstschaffende verschiedener Disziplinen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kunst Hoffnung und persönliche Erfahrungen mit dem Glauben sichtbar machen kann.

Auch die gemeinsame Hängung der Werke war besonders spannend. Trotz sehr unterschiedlicher Stile und Formate entstanden im Raum überraschende Verbindungen zwischen den Arbeiten. Viele Besucher bleiben stehen, betrachten einzelne Bilder länger oder kommen mit den Künstlern ins Gespräch.

Jedes Werk der Ausstellung eröffnet einen eigenen Blick auf Hoffnung, Halt und innere Fragen. Drei Arbeiten möchte ich hier beispielhaft näher vorstellen.

Judit Groß – „Kintsugi“

Judit Groß zeigt ein Bild eines Mädchens, das geborgen auf dem Schoß von Jesus sitzt. Die Wange des Kindes ist von Narben gezeichnet, die in Gold gefasst sind. Inspiriert wurde das Werk durch die Tumorerkrankung der Tochter einer Freundin. Ihr Bild trägt den Titel „Kintsugi“. Dabei handelt es sich um eine japanische Kunstform, bei der Zerbrochenes wieder zusammengefügt und durch Gold sichtbar gemacht wird.

Das Werk hängt in der Kopfklinik an einem Ort, an dem viele Menschen mit innerem und äußerem Zerbruch konfrontiert sind.

Für Judit steht das Bild für die Überzeugung, dass Heilung auch dort möglich ist, wo Brüche sichtbar bleiben. Sie glaubt, dass Gott selbst tiefste Verletzungen heilen kann und aus dem, was zerbrochen erscheint, etwas Kostbares entstehen lässt.

Marina Eisinger – „Durstlöscher“

Hauptsache Hoffnung, Ausstellung SALT26 in Kopfklinik Heidelberg

Marina Eisinger hat ein altes Verkehrsschild mit dem Titel „Durstlöscher“ gestaltet. Darauf sind eine Taube und ein Glas Wasser zu sehen, das aus einem Wasserhahn gefüllt wird. Darüber steht der Satz: „Ich bin dein Durstlöscher“.

Sie beschreibt ihr Werk mit den Worten: „Er stillt unseren Durst nach Sinn, Beziehung und Anerkennung. Und mehr noch: Wer dieses Leben empfängt, wird selbst zur Quelle für andere. Der Heilige Geist verändert uns, bringt Einheit und überwindet Grenzen – für jetzt und für die Ewigkeit.“

Das Werk greift die biblische Begegnung am Brunnen aus Johannes 4 auf und erzählt von einem tiefen seelischen Durst, der über das Körperliche hinausgeht.

Für Marina ist das Bild Ausdruck der Erfahrung, dass ein Leben mit Gott nicht einengt, sondern verwandelt: aus Mangel wird Fülle, aus Zurückhaltung wird ein Leben, das selbst weitergibt.

Iris Rauscher – „Auge im Sturm“

Hauptsache Hoffnung, Ausstellung SALT26 in Kopfklinik Heidelberg

Iris Rauscher zeigt das Bild „Auge im Sturm“, das von dem gleichnamigen Lied von Martin Pepper inspiriert wurde. Das Werk ist in Blautönen gehalten und zeigt ein großes Auge. In der Mitte des Auges ist ein Turm zu erkennen, der als zentrales Motiv im Bild verankert ist.

Das Auge steht für Wahrnehmung und inneres Sehen, der Turm für Stabilität und Halt inmitten von Bewegung und Unsicherheit.

Für Iris ist das Bild eng mit ihrer persönlichen Glaubenserfahrung verbunden. Der Turm im Auge steht für sie als Zeichen dafür, dass Jesus Christus auch in Zeiten innerer und äußerer Unruhe Orientierung und festen Halt gibt.

Die Ausstellung lädt dazu ein, selbst vorbeizukommen und die Werke im Raum zu erleben. Viele Details und Zusammenhänge erschließen sich erst im direkten Betrachten vor Ort.

Während der Ausstellungszeit ist jeweils samstags von 14:30 bis 16:30 Uhr ein Kunstschaffender vor Ort und steht für Gespräche zur Verfügung.

Die weiteren Künstler der Ausstellung:

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